Was ist überhaupt das visuelle Web? Vermarkter von Marken äußern ihre Meinung

Mittlerweile verstehen alle digitalen Vermarkter den Wert visuellen Marketings. Das Einbeziehen der Fotografie in Websites, digitales Marketingmaterial und soziale Medienstrategien steigert die Bindung und das Teilen im Internet. Die Forschung hat gezeigt, dass wir Bilder 60.000 Mal schneller als Text verarbeiten, und dass visuelles Material unser Lernen um bis zu 400 % verbessern kann.

Doch was genau ist das visuelle Web? Ist es aus den sozialen Netzwerken entstanden? Wurde es durch Mobilgeräte vorangetrieben? Oder ist es möglicherweise ein Konzept, das von Werbetreibenden kreiert wurde, um der Banner-Abstumpfung entgegenzuwirken? Wie sich zeigt, ist es all das – und noch mehr.

Das visuelle Web ist überall

Überall erscheinen jetzt Aussagen wie etwa, dass das visuelle Web „alles in den Medien und der Werbung verändert“. Im letzten Sommer, errang das Konzept einen Sieg errungen, als das Weiße Haus seine Regeln dahingehend änderte, dass Besucher nun bei Führungen Fotos und Selfies machen können. „Man kann das nicht ändern oder dagegen ankämpfen“, sagte der Chief Digital Officer der Harvard University dazu. „Das Weiße Haus tut, was wir Marken ständig raten … visuelle Inhalte zu verwenden, um verschiedene Stimmen als Erzähler der Marke agieren zu lassen.“

Wie es scheint, hören die Marken zu. Wie zuletzt vom Forschungsunternehmen eMarketer berichtet, sind 90 % der Vermarkter jetzt der Überzeugung, dass visuelle Elemente für „ihre täglichen Marketingfunktionen wichtig sind“ und knapp 70 % bezeichneten diese als „äußerst wichtig“. Als man sie zu ihren Plänen für die nächsten sechs Monate und darüber hinaus befragte, gaben 74 % an, dass sie vorhaben, Videos zu verwenden, 71 % möchten spezielle Fotos nutzen und fast 62 % der Vermarkter von Marken wollen mehr Stockfotos in ihre Marketingprogramme aufnehmen.

Diese Antwort ergibt sich größtenteils aus der Wirksamkeit von Bildern, um mit Konsumenten online in Verbindung zu treten. So können zum Beispiel Posts auf Twitter mit Fotos 35 % mehr Retweets erhalten als solche ohne Fotos.

Umsatzchancen und Verständnis des visuellen Web

Nach dem, was man hört, ist das visuelle Web seit 2013 ein „Milliarden-Dollar-Trend“. Dies lässt vermuten, dass es vor allem aus bildbasierten sozialen Websites wie Instagram, Pinterest und Tumblr besteht.

Sicherlich tragen die sozialen Medien zum enormen Wachstum des visuellen Web bei. Werfen wir einen Blick auf Facebook. Abgesehen von Fotos und Videos hat das soziale Netzwerk in großem Stil auf Sticker gesetzt – Bilder und Animationen, die Nutzer von Facebook und Facebook Messenger in ihren Updates und Kommentaren posten und Freunden in Chatnachrichten senden können.

Diese Beliebtheit hat Facebook zur Partnerschaft mit Werbetreibenden veranlasst, um spezielle Sticker für Filme und Marken zu erstellen. Im Jahr 2013 startete Facebook seine erste Sticker-Sammlung mit Marke für den Film „Ich – Einfach unverbesserlich 2“ von Universal Pictures. Danach folgten Sammlungen für LEGO und für Spiele auf Mobilgeräten, z. B. Candy Crush und Cut the Rope.

Tatsache ist, dass das visuelle Web viele Formen annimmt – von Blogs und sozialen Netzwerken zu mobilen Websites, denn jeder dieser Kanäle eignet sich optimal zum Hosten von visuellen Inhalten.

Ein wenig früher in diesem Jahr sagte Nicola Mendelsohn, die Geschäftsführerin des sozialen Netzwerks im Raum Europa, Naher Osten und Afrika, über die Sticker:„Betrachten Sie diese einfach als nächste Version von LOL. Bilder haben Wörter ersetzt und drücken für ein privates Publikum Emotionen aus.“Mit anderen Worten, digitale Sticker wie diese erleichtern es den Konsumenten, ohne Text zu kommunizieren und gleichzeitig bieten sie Internetnutzern die Möglichkeit, ihre Unterhaltungen mit lustigen Bezügen zur Popkultur interessanter zu gestalten.

Als sie über die wachsende Beliebtheit von Web-Animationen sprach, betonte Nicola Mendelsohn auch die Rolle der halsbrecherischen Geschwindigkeit im Leben der Konsumenten und des konstanten Medieneinflusses, dem wir alle täglich ausgesetzt sind. Um im Internet Aufmerksamkeit zu gewinnen, haben Unternehmen Texte weitestgehend durch Bilder ersetzt.Wenn eine Nachricht wirkungsvoll durch ein Bild übermittelt werden kann, das in Sekunden verarbeitet wird, können Marken mehr Informationen an potenzielle Kunden herantragen. Die Beliebtheit von Emojis ist ein ideales Beispiel. Am vergangenen Halloween veröffentlichte Pizza Hut ein Bild auf Twitter.Das Unternehmen entschied sich dazu, Text durch Emojis zu ersetzen. Die Nachricht war eindeutig:Halloween und Pizza passen perfekt zusammen.Und zudem war sie in kürzester Zeit aufzunehmen. Mit dieser einfachen Strategie sicherte sich die Restaurantkette mehr als 160 Retweets und fast 500 Favoriten. Visuelle Inhalte werden nicht umsonst als „bekömmlich“ bezeichnet. Es ist viel einfacher, sie zu verarbeiten.

Unterschiedliche Definitionen

Trotz der Investitionen von Vermarktern in das visuelle Web herrschen geteilte Meinungen bezüglich dessen Definition. Eine Umfrage, die kürzlich von der bildbasierten GumGum durchgeführt wurde, einer Plattform für das Digitalmarketing, ergab, dass 26 % der US-Marken das visuelle Web als „soziales Medienphänomen, das durch Kameras auf Smartphones und durch die Zunahme von Websites zum Teilen von Fotos entstanden ist“ betrachten und 19 % sagen, dass es eine Benutzererfahrung sei, die mit Mobilgeräten und immer kleineren Bildschirmen zusammenhängt. Andere wiederum schreiben es der menschlichen Neigung zu, Geschichten zu erzählen, oder einfach der Werbung, Datenwissenschaft oder Suchvorgängen.

Interessanterweise glaubten mehr als 55 % der befragten Vermarkter, dass alles davon zutrifft.

Tatsache ist, dass das visuelle Web viele Formen annimmt – von Blogs und sozialen Netzwerken zu mobilen Websites, denn jeder dieser Kanäle eignet sich optimal zum Hosten von visuellen Inhalten. Vermarkter beschreiben das visuelle Web zwar unterschiedlich, aber sie sind sich alle über dessen Wichtigkeit einig.

Dies ist ganz klar zu erkennen.

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