„Authentizität” ist mehr als ein modernes Schlagwort

Machen wir uns nichts vor: Jeder von uns hält sich für authentisch, richtig?

Sobald es um die Art und Weise geht, wie man Marken und Ideen inszenieren und zum Leben erwecken soll, werden „Authentizität” und „Echtheit” oft als entscheidende Erfolgsfaktoren genannt. Im direkten Anschluss sucht man nach Worten und nach passenden Bildern, mit denen man die jeweilige Markenbotschaft möglichst authentisch kommunizieren kann.Aber was genau heißt und bedeutet es, „authentisch" zu sein und wie kann man sicherstellen, dass man authentisch genug kommuniziert, um Konsumenten auch wirklich glaubwürdig ansprechen zu können?

Wenn man kreative Modelle und Praxisbeispiele dazu sucht, findet man schnell eine Menge wirklich inspirierende Storyteller, Unternehmen und Agenturen, die den Begriff „Authentizität” in unterschiedlichsten Geschäftsbereichen und Medien eingeführt und begleitet haben. Wir haben hier einige Gedankenansätze ausgewählt, die jeden von uns dazu motivieren könnne, den Alltag und die kreative Arbeit etwas echter und glaubwürdiger zu gestalten und den Begriff „Authentizität” so mit neuem Leben zu füllen.

Authentisch sein:Jetzt.

Visuelles Storytelling ist nichts Neues.Die Chancen, die das Erfassen und Teilen spannender Geschichten ausmacht, waren aber noch nie größer. Mit den Möglichkeiten wachsen natürlich auch die Herausforderungen, insbesondere wegen der Menge unterschiedlicher Storyteller bzw. Geschichtenerzähler – junge und alte – die heute fast alle mit Smartphones ausgerüstet sind. Ein ganz normaler Zehnjähriger ist heute in der Lage, spannende Momente und Situationen festzuhalten und kann diese mit Unterstützung sozialer Plattformen wie Instagram oder Snapchat auch gleich veröffentlichen und mit einem riesigen Publikum teilen. Solche Storyteller führen neue passende Begriffe und eine eigene Sprache für den abgebildeten Kontext ein, setzen ein zu ihrer Story passendes Layout ein und vieles mehr.

Diese ständig wachsende Zielgruppe mitzunehmen und deren Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, ist alles andere als einfach. Junger, technikverliebter Nachwuchs wartet darauf, dass wir für ihn arbeiten.Dabei beweisen die Youngsters ein intuitives Gen für angesagtes Design und Kreativität. Also wie können wir deren Aufmerksamkeit gewinnen und aufrechterhalten? Die Antwort lautet: Wir müssen lernen, authentisch zu agieren. Und das möglichst sofort.

Mut zu beweisen und Risiken auf sich zu nehmen, ist zwingend notwendig, wenn man relevant, authentisch und „echt” wahrgenommen werden will.

Egal ob eine digitale Anzeige oder eine gedruckte Broschüre, die eingesetzten Bilder – Logos, Illustrationen oder Fotografien – müssen so ausgewählt sein, dass man die darin sichtbare Begeisterung als „gelebte Erfahrung” wahrnimmt. Versuchen Sie, sich von einer zu perfekten Bildwelt zu trennen. Perfekte Bilder sind nicht annährend so spannend und unterhaltsam wie solche, die Fehler, Schmutz und das wirkliche Chaos unseres täglichen Lebens abbilden.

Authentizität weckt Empathie

Echte Geschichten berühren Menschen.Marketingstrategien und SEO- oder „klick-optimierte” Überschriften schaffen das nicht. Dazu kann man einfach mal an Volvos LifePaint-Kampagne denken. Volvo hat hier zwei Dinge wirklich gut gemacht: Erstens hat man sich einem echten Alltagsproblem angenommen – wie kann man eine sicherheitsoptimierte integrierte Kleidung für Fahrradfahrer entwickeln – und hat dann eine Produktlösung entwickelt. Zweitens hat man auf Emotionen gesetzt und die Fähigkeit des Kunden, sich in einen verletzten Fahrradfahrer hineinzuversetzen.Die Story wurde also auf zweierlei Weise eingeleitet. Alle Videos, Interviews und Testimonials haben die Story dann möglichst authentisch gefüllt – man hat weitestgehend auf gekünstelte Inszenierungen verzichtet und voll auf das Einfühlungsvermögen des Konsumenten gesetzt.

Nehmen Sie Risiken auf sich

Authentizität wird dann sichtbar, wenn ein Unternehmen Risiken auf sich nimmt und den Status quo nicht einfach als gegeben hinnimmt.Das echte Leben und eine persönliche Laufbahn ist ja auch von ständigem Wandel und von allen denkbaren Veränderungen begleitet. Für kreative Profis und progressiv denkende Unternehmen ist es wichtig, den Bedarf an rauhen, unbekannten und fordernden Inhalten und Aufgaben zu erkennen und zu begleiten. Jeder weiß es zu schätzen, wenn die Marke eine Position oder einen Standpunkt in eine Richtung weiterentwickelt, die wir so vielleicht nicht erwartet hätten. Mut zu beweisen und Risiken auf sich zu nehmen, ist zwingend notwendig, wenn man relevant, authentisch und „echt” wahrgenommen werden will.

Wenn man dabei an kreative Vordenker wie Stefan Sagmeister und Jessica Walsh oder James Victore denkt, wird das schnell eindeutig. Alle drei leben dafür, an die Grenzen zu gehen, zu experimentieren und verlieren dabei ab und zu auch richtig Federn. Und selbst wenn eine eigene „Wirklichkeit" niemals so aussehen wird wie deren, kann man mit derselben Leidenschaft, Neugier und Freude vorgehen. Wer das tut, wird beim Publikum und in der Zielgruppe als „echt” und wirklich authentisch wahrgenommen.

Stimmen Sie Aktionen mit der Unternehmensmission ab

Ganz wichtig; Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Authentizität muss man sich hart verdienen. Eine riesige Auswahl und schier unendliche Kaufoptionen ziehen uns ganz automatisch in Richtung der Marken, die eine bestimmte Story glaubhaft verfolgen und ihre Mission konstant untermauern (insbesondere wenn es bei der Mission über das reine Geldverdienen hinausgeht). Alles dreht sich darum, Loyalität zu ermöglichen und ein echtes, immer neu inspirierendes Vertrauensverhältnis zum Kunden aufzubauen – Sagen Sie, was Sie tun.Tun Sie, was Sie sagen.

Hier finden Sie Hilfe für Ihr Team

Die rot markierten Felder sind Pflichtfelder oder ungültig

Vielen Dank

Wir haben Ihre Anfrage erhalten. Einer unserer Spezialisten wird sich bald mit Ihnen in Verbindung setzen.